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    Freundekreis Bareka Hilfe für Burkina Faso

    Freundeskreis Bareka

    Brücke zur Dritten Welt e.V.

    Durch direkte Kontakte zu den Menschen und häufige Reisen in die Region sorgt Bareka dafür, dass die Hilfe wirklich ankommt.

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Projektreise 2011/2012 Bericht der Heilbronner Stimme

Hilfe in der drohenden Hungersnot

Von unserem Mitarbeiter Uwe Deecke

Hilfe in der drohenden Hungersnot
Mit gelben Kanistern stehen die Menschen an, um an frisches Trinkwasser am neuen Brunnen zu kommen. Der Freundeskreis Bareka plant bereits weitere Hilfsprojekte.Foto: privat 

Untergruppenbach - Seit mittlerweile mehr als 20 Jahren gibt es den Freundeskreis Bareka, der Hilfsprojekte in Burkina Faso organisiert und unterstützt. Von Ende Januar bis Anfang Februar war es wieder einmal so weit: Eine fünfköpfige Gruppe um Agraringenieurin Susanne Langer flog auf eigene Kosten in das Land an der afrikanischen Sahel-Zone, um nach den Projekten zu sehen und sich vor Ort ein Bild über die Situation im Land zu machen.

Insgesamt zehn Stunden ist man dorthin unterwegs, diesmal ging der Flug in die ehemalige französische Kolonie über die französische Hauptstadt Paris. Fünf Grad an der Seine, 40 Grad in Burkina Faso − die Gruppe nahm sich daher in der Hauptstadt Ouagadougou zwei Tage Zeit zur Akklimatisierung.

Vor Ort Der Transporter wurde samt Fahrer angemietet, und man hatte die Möglichkeit, sich in der "Stadt der Extreme", wie sie Langer nennt, umzuschauen. Es gibt in der Millionenstadt Armenviertel aber auch reiche Gegenden um den Präsidentenpalast herum. Blaise Compaoré, seit 1987 Präsident, sah sich im vergangenen Jahr mit einigen Unruhen konfrontiert, entließ dann dann aber 800 Militärs und regiert nun weiter. Die Finanzhilfe des früheren libyschen Diktators Ghaddafi, mit dem er über viele Jahre beste Kontakte pflegte, fehle nun, so Susanne Langer.

Die Vorsitzende ist seit 1991 im Verein, der schon vieles bewirkt hat. Seither entstanden um Piéla herum 75 Bohrbrunnen, die mit einer Handpumpe Wasser aus einer Tiefe von 60 Metern nach oben bringen. Auch ein Buschkrankenhaus wird mit Spendengeldern unterstüzt . Seit Dezember ist dort ein Arzt fest angestellt und versorgt ein Einzugsgebiet von rund 100 000 Menschen.

Das Gebiet, um das sich der Verein Bareka kümmert, ist etwa so groß wie das Saarland und liegt im Osten des Landes, nahe an der Grenze zu Niger und der Sahel-Zone. "Der Klimawandel macht sich bemerkbar", sagt Susanne Langer, die Niederschläge seien kürzer und extremer als früher. Doch die Arbeit zeige Erfolge. Die Berater, die der Verein engagiert hatte, hätten bei den Bauern erreicht, dass die Hirseernte trotz schlechter Bedingungen besser ausgefallen sei. "Unser Eindruck war sehr positiv", beurteilt sie die Situation in Piéla, das sich von einem Dorf mittlerweile zu einer Kleinstadt entwickelt habe. Drei Viertel der auf 275 000 Euro begrenzten Projekte steuert das deutsche Ministerium bei, ein Viertel muss der Verein dann selbst aufbringen.

"Die Projekte laufen sehr gut. Im Mai wird bereits ein weiteres Vorhaben mit 20 Brunnen starten", so die Agraringenieurin. Wichtig sei es, mit dem Hirseanbau die Möglichkeit zu schaffen, dass die Menschen ihr tägliches Essen auf den Tisch bringen können. Sesam und Erdnüsse seien die einzige Einnahmequelle der Menschen, Brot könnten sich die meisten Menschen nicht leisten. Die sogenannte "Getreidebank" konnte mit Spenden ausgestattet werden und verkauft in Zeiten der Hungersnot Getreide zu sozialen Preisen. Im Frühjahr vor der Ernte könnten sich sonst diese Preise leicht verdoppeln oder verdreifachen, so Langer. Weil rund 80 Prozent der Menschen nicht lesen und schreiben können, spielen auch die Theaterprojekte, in denen etwa zum Thema Aids Wissen spielerisch vermittelt wird, eine große Rolle.

Präsentation Der Untergruppenbacher Verein ist für die Vorstellung der Projekte nicht nur auf den lokalen Märkten vertreten, sondern veranstaltet auch Informationsabende Am 27. April berichtet die Reisegruppe in der Abstatter Wildeckhalle von ihrem Besuch und den Erfahrungen vor Ort.

Hilfe in der drohenden Hungersnot

Susanne Langer

Foto: Uwe Deecke

 
Hilfe in der drohenden Hungersnot
28. Februar 2012

 

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